Patinnen und Paten berichten
Hier lassen wir diejenigen zu Wort kommen, die als Patinnen und Paten zur Seite stehen. Sie teilen ihre Erlebnisse, erzählen Abenteuern und den besonderen Momenten, die sie zusammen erleben. Diese Geschichten zeigen, wie wertvoll eine Patenschaft ist – nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Patinnen und Paten selbst. Lassen Sie sich inspirieren und erfahren Sie, wie eine Patenschaft bei der Stiftung Bürgerwaisenhaus das Leben bereichern kann.
Quelle: UKM (Das Foto und der Bericht sind im Rahmen einer Berichterstattung im Magazin „Pulsschlag“ für Mitarbeitende des UKMs entstanden).
Conner ist voller Energie und immer neugierig auf Neues. Besonders gerne mag er alles, was süß ist – beim Thema Gemüse ist er dagegen noch zurückhaltend. Gemeinsam mit seiner Patin Elina entdeckt er jedoch immer wieder neue Gerichte. Besonders beliebt sind ihre selbstgemachten Pfannkuchen und Erdbeerkuchen.
Elina arbeitet im UKM und engagiert sich nebenher als Patin, weil ihr das Wohl von Kindern sehr am Herzen liegt. Zusammen mit Conner verbringt sie regelmäßig Zeit: Sie kochen, gehen spazieren, besuchen das Kino oder verbringen Nachmittage in der Stadtbibliothek. Zwischen den beiden ist eine vertrauensvolle Verbindung entstanden, die zeigt, wie wertvoll eine Patenschaft sein kann.
Der Weg in die Patenschaft begann für Elina nach vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements mit Kindern. Sie suchte eine neue Möglichkeit, ihre Zeit und Fürsorge sinnvoll einzusetzen – und fand diese bei den Mitmachkindern. Heute begleitet sie Conner auf seinem Weg und ist eine wichtige Bezugsperson in seinem Alltag.

Seit 2019 begleiten Hannelore und Heino Denika auf ihrem Lebensweg. Ihre Schatzkiste füllt sich immer mehr mit Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Neben Spieleabenden, Erdbeeren pflücken und Regenbogenpfannkuchen backen, bleibt viel Zeit zum miteinander reden und zuhören.
Wir durften die drei bei einem Ausflug in den Botanischen Garten begleiten und bei einem Picknick ins Gespräch kommen. Auf meine Frage, was Denika an der Patenschaft besonders gefällt, konnte sie sich nicht entscheiden und schlussfolgerte: „Jeder Moment, den wir erleben, ist ein Highlight“.

Udo (48 Jahre) und Leon waren 7 Jahre lang in einer Patenschaft. Als sich beide kennenlernten war Leon 10 Jahre alt. Leons Mutter war zu dem Zeitpunkt gesundheitlich stark eingeschränkt und alleinerziehend. Daher verbrachte er viel Zeit bei seiner Oma, die sich hilfesuchend an die Stiftung wandte. Seitdem begleitet Udo Leon an einem Nachmittag in der Woche, dem sogenannten Patennachmittag.
In der Patenschaft standen insbesondere schulische Herausforderungen immer wieder im Mittelpunkt. Mit Udo konnte Leon über seine Familie und den schulischen Druck sprechen, seiner großen Leidenschaft, dem Fußball, weiter nachgehen und schöne Momente gemeinsam erleben.
Leon hat dieses Jahr seinen Realschulabschluss geschafft, ist als Fußballspieler im Verein aktiv und absolviert gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Kindergarten.
Die Patenschaft wurde im September 2023 nach 7 Jahren offiziell beendet, da Leon bald 18 Jahre alt wird. Befreundet sind beide immer noch. Leon sei ein Teil seiner Familie geworden – so Udo.
(* Namen geändert)

