Ende des Deutschsommers 2021

Gemeinsamer Abschluss

Nach drei Wochen gemeinsamen Lernens und einer Zeit voller neuer Erfahrungen endete der Deutschsommer am 23. Juli 2021. In diesem Jahr fand der Abschluss im Außengelände der Augustin-Wibbelt-Schule in Roxel statt. Alle Kinder und Mitarbeiterinnen des Deutschommers, sowie Petra Woldt und Silke Laserich-Grewe von der Stiftung Mitmachkinder waren dabei.
Die einzelnen Gruppen präsentierten Theaterszenen aus Ronja Räubertochter oder Interpretationen dessen; so wurde neben einer Szene, in der sich die beiden Räuberbanden gegenüberstehen, auch ein Sprechgesang mit Trommeln eingeübt und vorgestellt. Diese Präsentation zeigte nicht nur, wie individuell die Auseinandersetzung mit der Lektüre geschehen war, sondern auch den Fortschritt der Kinder im Hinblick auf Bühnenpräsenz und Ausdruck.

Die Theateraufführung in vollem Gange

Kinder der roten Gruppe auf ihrem Rundgang durch den Zoo, begleitet von Deutschfachkraft Mona und Praktikantin Sarah

Viele, viele Tiere

Deutschsommer-Kinder besuchen den Allwetterzoo

Ein ganz besonderer Bestandteil des diesjährigen Deutschsommers: Der gemeinsame Ausflug in den Allwetterzoo in Münster am vorletzten Tag des Deutschsommers. Dort angekommen hatten Kinder und Teamerinnen zunächst Zeit für ihre Begrüßungsrituale und das Klären von Regeln, die im Zoo gelten. Jede Gruppe bekam zudem einen Rallye-Fragebogen, den sie während ihres Zoobesuchs beantworten sollte.
Die Kinder zeigten sich nicht nur von den vielen verschiedenen Tierarten begeistert, die sie hier aus nächster Nähe sehen konnten, auch Fütterung und Training der Robben sowie der große Waldspielplatz hatten es ihnen angetan.
Im Anschluss an den Besuch trafen sich alle Gruppen vor dem Allwetterzoo und tanzten wie gewohnt den Deutschsommer-Tanz.

Lerninhalte üben und vertiefen

Die Räuber-Schnitzeljagd

Auch zu Beginn der dritten Woche waren die Deutschsommer-Kinder wieder auf den Spuren der deutschen Grammatik, diesmal buchstäblich. Innerhalb einer Räuber-Schnitzeljagd durch die Tiefen des Waldes mussten sie zahlreiche Aufgaben lösen, die größtenteils aus den bereits gelernten Inhalten bestanden; es gab Stationen zu Adjektiven, Verben und Präpositionen.
Der Lektürebezug zu Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter war sowohl über die äußere Gestaltung der Schnitzeljagd, als auch über zusätzliche Stationen gegeben. 
Nach einigen aufregenden Stunden fanden die Kinder schließlich eine Schatztruhe mit buntem Wassereis - der perfekte Abschluss für die Schnitzeljagd und diesen Deutschsommer-Tag.

Neben dem Räuber Hinweis erhielten die Kinder zusätzlich Aufgaben, die sie lösen mussten - für Daniel aus der roten Farbgruppe offensichtlich ein Kinderspiel

Die Kinder im "Deutschsommer-Kino"

Ronja Räubertochter - der Film

Kino-Tag im Deutschsommer

Mit selbstgemachtem Popcorn und dem Film Ronja Räubertochter kam in den Räumlichkeiten der Augustin-Wibbelt-Schule wahrhaft Kino-Atmosphäre auf. Hier wurde dem Hygienekonzept entsprechend auf Regeln wie festgelegte Sitzplätze, das Einhalten des nötigen Abstands sowie das Tragen von Masken geachtet.
Anschließend sprachen die Deutschfachkräfte innerhalb ihrer Gruppen mit den Kindern über das Gesehene und reflektierten dies gemeinsam; hier wurden vor allem Bezüge zur Lektüre hergestellt und beides miteinander verglichen. So half der Film einigen Kindern auch dabei, die Romanhandlung besser zu verstehen.

Raum für Potential

Deutschsommer-Kinder zeigen, was sie können

Wenn Deutsch zum Kinderspiel wird: Mit der Unterstützung der Deutschfachkräfte erarbeiteten sich die Kinder in dieser Woche die Bedeutung des Verbs als "Chef" im Satz. Dabei aktivierten sie nicht nur ihr Vorwissen aus der Grundschule, gleichzeitig konnten sie zeigen, was sie in der vorangegangenen Woche im Deutschunterricht gelernt hatten. Basierend darauf arbeiteten die Gruppen mit trennbaren Verben. Dabei wurde die Verbklammer über Stellübungen visualisiert, indem sich die Kinder als Satzglieder entsprechend im Raum positionieren mussten.

Gute Laune, Spaß und rege Beteiligung am Unterricht - so geht es in der roten Gruppe unter den Deutschfachkräften Alliya und Mona zu

Auch Koorosh und Narin verfassten einen eigenen Text über den Waldausflug

Individualität fördern

Schreibanlässe schaffen, Erlebtes reflektieren

Bestimmte Artikel, Pronomen und Ersatzprobe - mit diesen grammatischen Inhalten beschäftigten sich die Grundschulkinder  in den letzten Tagen; dabei übten sie, Satzteile durch Pronomen auszutauschen. Im "Eckenspiel" war schließlich intuitives Anwenden gefragt.
Darüber hinaus reflektierten die Kinder ihren Ausflug in den Wald, indem sie ihre Erlebnisse und Wahrnehmungen zunächst gemeinsam an der Tafel sammelten und diese anschließend in einem Text ausformulierten. Solche Formen individuellen Schreibens bergen das Potential, eben jene Grammatik wiederholen und anwenden zu können, die im Unterricht bereits besprochen wurde. Sie sind daher elementare Bestandteile des Deutschsommers.

Die deutsche Sprache in der Natur entdecken

Wir bauen Wald- und Verbschatzkisten

Da sich die Handlung der Lektüre Ronja Räubertochter primär in der Natur abspielt, fand der Unterricht der Lerngruppen hin und wieder im nahegelegenen Wald statt. Hier konnte die Umgebung sinnvoll mit Inhalten des Deutschunterrichts verknüpft werden. Die Kinder kreierten unter anderem Schatzkisten, in die sie typische Waldgegenstände hineinlegten. Dieses Konzept wurde auch in der Arbeit mit dem Buch genutzt, indem hier Verben aus der Geschichte herausgeschrieben und in einer Verbschatzkiste gesammelt wurden.
Die Kulisse bot zudem die Möglichkeit, sich theaterpädagogisch Szenen aus der Lektüre zu erschließen; die Kinder stellten beispielsweise nach, wie sich Ronja ihren Weg durch den nebligen Wald bahnen muss.

Auch die blaue Gruppe unter der Leitung der Deutschfachkräfte Carla und Julia nutzte das gute Wetter und verlagerte den Unterricht in den Wald

Als Unterstützung für den Leseprozess bastelten die Kinder zur Lektüre passende Lesezeichen

Spielerisches Lernen im Fokus

Von Verben und Räuberbanden

Nachdem die vielen neuen Gesichter nicht mehr unbekannt und die Eindrücke der ersten Tage verarbeitet waren, konzentrierte sich das Geschehen im Deutschsommer auf spielerischer Ebene zunehmend auf die deutsche Grammatik: Neben der Wiederholung der Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive, Artikel, Personalpronomen) wurde die Unterscheidung zwischen schwachen und starken Verben thematisiert und das Konjugieren von Verben geübt.
Auch theaterpädagogische Elemente wie Standbilder oder Raumläufe waren Bestandteil des Unterrichts, wodurch die Kinder einen besonderen Zugang zur Lektüre erhielten. Was macht einen Räuber aus? Und wie ist das Leben in einer Räuberbande? Antworten auf diese Fragen erschlossen sich die Kinder über theaterpädagogische Sequenzen.

Start des Deutschsommers 2021!

Eine ereignisreiche Zeit beginnt

Im fünften Jahr heißt der Deutschsommer insgesamt 40 Grundschulkinder aus Münster und Umgebung willkommen, die von einem Team aus 12 Mitarbeiterinnen unterstützt und beschult werden. Mithilfe dieser können sie in den nächsten drei Wochen in jeweils einer von vier Gruppen ihre Deutschkenntnisse verbessern. Für die Umsetzung des Corona-konformen Hygienekonzepts sind die Räumlichkeiten der Augustin-Wibbelt-Schule in Roxel ideal.
Die ersten Tage dienten den Kindern zum gegenseitigen Kennenlernen und Einfinden in ihre Gruppe. Zudem bot sich hier die Möglichkeit, Deutschinhalte der dritten Klasse zu wiederholen und erste Einblicke in die Lektüre Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren zu erhalten.

Zum Start des Deutschsommers begrüßte Kirsten Herzig von der Westfalen AG Grundschulkinder und Mitarbeiterinnen