
Wie funktioniert eigentlich Programmieren? Was steckt hinter Robotern oder virtuellen Welten? In der Digitalwerkstatt für Mitmachkinder können Kinder genau das herausfinden – spielerisch, kreativ und mit ganz viel Raum zum Ausprobieren. Ziel des Projekts ist es, Neugier zu wecken, digitale Kompetenzen zu stärken und allen Kindern die Chance zu geben, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten – unabhängig davon, welche Möglichkeiten sie von zuhause mitbringen. Gemeinsam mit dem Projektpartner openSenseLab gGmbH entstehen so spannende Lernangebote.
Die Digitalwerkstatt ist Teil des Stiftungsprogramms Mitmachkinder der Stiftung Bürgerwaisenhaus und möchte Kindern Türen öffnen: Zu neuen Erfahrungen, zu Wissen und zu ihrer eigenen Zukunft.
„Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger und nicht alle Kinder haben zuhause den gleichen Zugang zu Technik. Die Digitalwerkstatt für Mitmachkinder steht also auch für digitale Teilhabe.“ (Anne Meier, Koordinatorin für den Bereich Chancen für Kinder).

Bereits am ersten Tag konnten die Kinder an verschiedenen Stationen erste Erfahrungen mit digitalen Technologien sammeln – sie testeten kleine Roboter, probierten einfache Programmierungen wie Scratch aus, produzierten Stop-Motion-Filme und erkundeten virtuelle Welten. So entstand ein offener Raum, in dem sie ohne Druck herausfinden konnten, was sie besonders interessiert.
An den anschließenden Tagen arbeiteten die Kinder intensiv an eigenen Projekten. Begleitet wurden sie dabei von Mentorinnen und Mentoren, die sie unterstützten und ermutigten, ihre Ideen weiterzuentwickeln. Ergänzt wurden die Workshops durch eine offene Kreativwerkstatt, die Raum für freies Gestalten bot – mit Angeboten wie 3D-Druck, Textildesign, Lasercut oder einfachen elektronischen Experimenten.
Besonders spürbar war in der Projektwoche die Freude am eigenen Tun. Auf die Frage, was sie sich für das nächste Mal wünschen, antworteten die Kinder ganz klar: „mehr Zeit für alles!“
Foto: Dr. Meike Schäffler (erste Reihe, Mitte links), Vorständin der Westfalen AG, und Stadtdirektorin Christine Zeller (erste Reihe, Mitte rechts) mit den Kindern aus der Digitalwerkstatt
Mit einem Werkstattrundgang ist die erste Digitalwerkstatt erfolgreich zu Ende gegangen. 22 Dritt- und Viertklässler präsentierten dabei ihre eigenen Projekte in den Räumlichkeiten des Digitallabors Münster.
Neben den Eltern der Kinder ließ sich auch Stadtdirektorin Christine Zeller die Gelegenheit nicht entgehen, die Ergebnisse live zu erleben. „Unsere Zukunft ist digital und deshalb ist es wichtig, Kinder schon frühzeitig an digitale Technik wie Programmieren oder 3D-Druck heranzuführen“, betont Zeller. „Ein Projekt wie dieses ist dafür genau der richtige Weg.“
Möglich gemacht wurde das Projekt durch die Unterstützung der Westfalen AG, die sich seit Jahren für Bildung und Chancengleichheit engagiert. Vorständin Dr. Meike Schäffler unterstreicht: „Uns ist es als Westfalen AG wichtig, Kinder für Themen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Entwicklungen wie künstliche Intelligenz und digitale Technologien verändern unsere Welt – und wir möchten dazu beitragen, dass Kinder neugierig bleiben und die Chance bekommen, diese Bereiche spielerisch zu entdecken.“







